50 Jahre Sportfischer-Club Hohenbrunn e.V.

 

 

Wenn in der langen und überaus reichen Geschichte des Dorfes Hohenbrunn der Name eines Fischereivereins erst in jüngster Zeit in Erscheinung  getreten ist,  so hat dies seine Gründe. Es sind Gründe, die völlig identisch sind mit der Entwicklung des Ortes.Ein Blick zurück in die Vergangenheit läßt erkennen, dass alles zu seiner Zeit kam, nichts aber früher als man es brauchte. Ja selbst unser Ortsname hat sich in sehr langer Entwicklungszeit zu dem geformt, was er heute ist.

 

Wie kam es nun zu den Vereinen ?

 

Das Leben der Bewohner war über die vielen Jahrhunderte hinweg von mühevoller, harter Arbeit, von Entbehrungen und vom Kampf um das Überleben gekennzeichnet. Das, was man heute Wachstum nennen würde, kannte man kaum. An Sport oder gar an Vereinsleben war nicht zu denken. Wie überall auf dem Lande, so war er auch in Hohenbrunn. Die Anfänge jeglichen Vereinslebens warum aus der Not geboren. So bildete sich die Feuerwehr aus der Notwendigkeit heraus, gemeinsam den Bränden besser begegnen zu können; aus der Wehrhaftigkeit der Männer heraus, Heimat, Haus und Hof zu schützen, entstand ein Schützenverein. Heimkehrende Soldaten schließlich fanden sich zum Krieger- und Veteranenverein zusammen. Wo aber waren die Fischer ?

 

 

Wäre Hohenbrunn an einem Fluß oder See gelegen, sicher hätte es auch solche gegeben; weit und breit aber sprudelte keine Quelle, um auch nur einem kleinen Bächlein Leben einzuhauchen. Wohl gab es in Hohenbrunn schon in frühester Zeit in der Dorfmitte neben der Kirche die sogenannte „Dorflack“. Es war ein mit Regenwasser gefüllter Weiher, dessen wichtigste Aufgabe es aber wahr, Löschwasser bereit zu halten, gegen die Feuersbrünste, die allzuoft den Ort heimsuchten und die letzte Laube der Bewohner forderten. Weiter diente es für die zahlreichen Zugpferde der Bauern nach getaner Arbeit als wohltuendes Fußbad.  Er beherbergte die Gänse und Enten der umliegenden Gehöfte.  Im Winter entnahmen die Wirte dicke Eisschollen, um ihre Bierkeller auf Temperatur zu halten. Wohl wissen ältere Bürger zu berichten, dass es in der Dorflack auch einmal Karpfen und Brachsen gegeben habe. Eine nennenswerte fischereirechtliche Bedeutung aber sollte und konnte sie nicht erlangen, denn es gab keinen Fischer - noch nicht !

 

Die zunehmende Motorisierung machte es möglich, dass jeder sein Hobby dort aufsuchte, wo er es vorfand. Wie der Skifahrer in die Berge fuhr, so erreichten nun die Fischbegeisterten die weiter entfernten Flüsse und Seen.  Was wäre also näher gelegen als einen Verein zu gründen.

 

 

Am 13. Juli 1964 war es dann soweit! 10 begeisterte Angler aus Hohenbrunn und Umgebung gründeten einen Verein, welcher sich zunächst „Fischereiverein Ottobrunn-Hohenbrunn“ nannte.  Als 1. Vorsitzender fungierte Eugen Winkl, welcher auch das Vereinslokal „Schwammerlwirt“ in Hohenbrunn bewirtschaftete.  Auf der Suche nach einem Vereinsgewässer angelte mal da, mal dort. Bevorzugtes Ziel dieser Zeit war aber immer wieder der „Mattsee“ bei Salzburg. Der dortige Wirt vom „Fischerstüberl“, Hans Rieder, wurde Vereinsmitglied und später Ehrenmitglied. Am „Mattsee „ wurden zahlreiche Pokal- und Freundschaftsfischen abgehalten, desgleichen aber auch die Fische reichlich „gewässert“.  So könnte der „Mattsee“ sicherlich auch ein Stück Vereinsgeschichte erzählen.

 

 

1966 wurde als Vereinsgewässer der Harburger Weiher bei Landau an der Isar gepachtet.  Bei dieser Entfernung aber erlosch die Begeisterung der Mitglieder sehr bald. Fischdiebe taten ein übriges, so dass man bereits nach 2 Jahren das Pachtverhältnis wieder auflöste und 1969 den 35 Kilometer entfernten „Berger Weiher“ bei Steinhöring anpachtete. Aber schon 3 Jahre danach brachte Wassermangel dieses  Idylle zum erliegen. 1973 stand man damit erneut  ohne Vereinsgewässer da.  Schon hier erwies sich das Mitglied, Franz Fischer, aus Kugelmühl als echter Freund und Gönner, in dem er den Verein in seinem Privatgewässer fischen lies.  Aus den historischen Unterlagen ist eine rege Mitgliederbewegung zu entnehmen und auch Eugen Winkl wurde durch Bernhard Lindhorst als Vorstand abgelöst. Letzt genanntem gelang es, in Mitterham bei Bad Aibling einen sehr schönen Weiher zu pachten. Ruhe vermochte aber auch er nicht in den Verein zu bringen. Rudi Frantz oblag es, die Auflösung des Vereins zu verhindern und für Hohenbrunn einen Verein am Leben zu erhalten. Er fungierte auf eigenen Wunsch nur als Übergangsvorstand.

 

1974 wurde Emil Bücherl 1.Vorstand . Man kann diese Zeit rückblickend als den Einstieg in ein geordnetes Vereinsleben mit moderner Prägung werten. Die Mitglieder unterzogen sich „freiwillig“ der Fischerprüfung, welche damals noch nicht in Bayern verpflichtend war.

 

 

1975 trat der Verein dem Anglerverband Oberbayern bei, der nach dem Zusammenschluß der Regionalverbände im Fischereiverband Oberbayern auch gleichzeitig Mitglied im Verband deutscher Sportfischer ist. Es wurde ein Vereinspokal ins Leben gerufen, welcher einmal jährlich an einem fremden Gewässer ausgefischt wird (meistens am Vatertag).  Um aber der Jugend nicht den Neid zu überlassen, stiftete Georg Braun einen Jugend-Wanderpokal.

 

 

1978 übernahm Hans Kleinbauer die Vereinsführung. Seither ziert auch eine schmuckvolle Königskette das Vereinsinventar. Inzwischen hängen viele prächtige Taler an der Kette und erinnern an die stolzen Könige und ihre glücklichen Fänge. Ebenfalls 1978 wurde das langjährige Mitglied,  Franz Fischer, aufgrund seiner wohlwollenden und großzügigen Haltung gegenüber dem Verein zum Ehrenmitglied ernannt. In die Amtszeit von Hans Kleinbauer fällt auch die Etablierung einer Vereinsstandarte, welche bis heute bei unterschiedlichen Anlässen in der Gemeinde zum Einsatz kommt.  In seiner Amtszeit machte die anwachsende Mitgliederzahl dann ein zweites Gewässer erforderlich.  1984 wurde deshalb ein Weiher in Lohholz  gepachtet, aus dem prächtige Fänge geangelt wurden.  An diesem Weiher wurde teilweise unser Herbst-Pokalfischen ausgerichtet.

 

Im Jahre 2000 bahnte sich durch Zufall ein Wechsel des Gewässers an. Zu diesem Zeitpunkt wurde in nur knapp 300m Entfernung ein Gewässer mit ebenfalls einem Hektar Wasserfläche, Fischerhütte und Stromanschluss frei. Der Wechsel war dennn im Herbst perfekt und seitdem verfügt der Verein über zwei hervorragende Gewässer mit unterschiedlichem Besatz und Wasserqualitäten. Nach meiner Recherche erfolgte mit dem Weihertausch auch die Integration einer kleinen privaten Angelschaft in unseren Verein.     

 

Um in einer breiten Öffentlichkeit auch für mehr Verständnis und Anerkennung für die Fischer zu werben, wurde vom Verein Anfang der 80er Jahre in der Aula der Grundschule Hohenbrunn-Riemerling unter Regie von Hans Kleinbauer eine Fischereiausstellung abgehalten. Diese wurde zum 25-jährigen Vereinsjubiläum mit erheblichen Mitteln und Mühen wegen des großen Erfolges nochmals im größeren Umfang wiederholt , welche sowohl bei allen Schulklassen und deren Lehrkräften, als auch bei einer beachtlichen Anzahl von Besuchern großen Zuspruch verzeichnete. Qualifizierte Unterstützung bekam der Verein damals auch von Gabi und Edi Rauch, die mit Anschauungsmaterial und zahlreichen Exponaten dem Publikum vieles verständlich machen konnten.  Dieser Zuspruch hat Hans Kleinbauer in den 90er Jahren ermutigt, die Ausstellung, die bis heute in der Grundschule zu besichtigen ist, in Eigeninitiative weiter auszubauen. Mittlerweile sind dort über 100 Stück Haar- und Federwild, sowie alle in Bayern vorkommenden Fischarten zu bewundern. So ist der Leitgedanke, Leben im und am Wasser aufzuzeigen sowie das Umfeld der Fischer und das Miteinander von Fischerei und Naturschutz transparent zu machen,  bis heute fester Bestandteil im Alltag der Schule.  

 

Im Hinblick auf diese Aufgaben sind auch die Bemühungen des Vereins auf die Teilnahme am Oberbayerischen Fischertag, dem Oberbayerischen Königsfischen und anderen überregionalen Veranstaltungen zu sehen.

 

 

Nun aber zur eigentlichen Wirkungsstätte der Angler: Der Verein bewirtschaftet derzeit einen ehemaligen Kiesweiher in der Mangfallau in der Gemeinde Mitterham bei Bad Aibling. Dieser Weiher ist Ende der 50er Jahre entstanden und hat sich inzwischen mit natürlichem Uferbewuchs (Bäume, Sträucher) voll in die dort vorherrschende urige Landschaft integriert. Der Weiher hat eine Wasserfläche von ca. 1 ha, ist aber ohne Zufluß (abgesehen von den wasserführenden Kiesschichten in diesem Gebiet), und damit weitestgehend verschont von schädlichen Negativeinflüßen wie Düngung oder Mittel zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Nach Wasseranalysen könnte man das Wasser wohl ohne weitere schlucken, dass aber überlassen wir lieber den Fischen selbst, die sich in beachtlichen Größen und artenreicher Vielfalt in diesem Gewässer tummeln.

 

 

Der Weiher gilt bis heute nicht nur als unser Heiligtum und als zweite Heimat für unsere naturverbundenen Fischer bzw. Beitragszahler, sondern auch für deren Angehörige, die von diesem naturbelassenem Ort und seinem tollen Erholungswert stets begeistert sind und in vielschichtiger Weise profitieren.

 

 

Um aber der lebenserhaltenden Wechselwirkung von „geben und nehmen“ in der Natur gerecht zu werden, sehen es die Fischer als logische Folge an, dass sie in vielen, nachahmenswerten Arbeitseinsätzen , sei es durch Säuberung und Befestigung der Ufer, durch Besatzmaßnahmen oder dem Anbringen von Vogelnistkästen u.v.a., der Natur unter die Arme greifen.

 

 

Leider gibt es in der Öffentlichkeit immer wieder Diskussionen über das Volk der Fischer, indem man ihnen „ökologische Geisterfahrt“ vorwirft. Alle noch so gut gemeinten Ratschläge und Forderungen anderer Gruppierungen können aber, wenn sie verspätet sind, ausgestorbene Fischarten nicht wieder zum Leben erwecken. Es waren schon immer die Fischer, die sich sehr wohl darüber im klaren waren, dass ihnen mit dem Wasser das wichtigste Lebenselement der Erde anvertraut war. Die Fischer waren es auch, die stets den Finger am Puls der Natur hatten. Sie waren es auch, die durch selbst auferlegte Beschränkungen, wie Schonmaß, Schonzeiten, Hege- und Pflegemaßnahmen die Erhaltung der Artenvielfalt un der Bestände gesichert haben , lange bevor man daran ging, dies durch Gesetze und Verordnungen zu erreichen. Dafür ist auch der Natur- und Umweltschutz als Markenzeichen in unserer Satzung festgeschrieben.

 

 

Als markanter Punkt unserer Vereinsaktivitäten darf natürlich das umfangreiche Jahresprogramm nicht unerwähnt bleiben. Es beginnt mit der Jahreshauptversammlung zu Beginn des Jahres. Nach Aufzeichnungen gab es traditionell wohl auch einmal ein Fischessen am Aschermittwoch. Heute startet die aktive Angelsaison mit der Tradition des „Anfischens“ am Karfreitag, wo es dann je nach Wetterlage auch die ersten Steckerlfische des Jahres gibt. Wanderpokalfischen, Wallernacht, Freundschaftsfischen und der Höhepunkt jeden Jahres, das „Königsfischen“, runden die organisierten Angeltage im Verein ab. Die wärmste Jahreszeit wird mit einem Sommerfest überbrückt, bei dem es kulinarische Highlights und viele andere Köstlichkeiten neben Faßbier und einen reichlichen Angebot an Nachspeisen gibt. Historisch betrachtet wurde der Ausklang der Saison dem Vernehmen nach Ende Oktober mit einen Dankeschön an die Fischerfrauen mit einem Tanzabend honoriert. Diese Tradition ist im Jahr 2014 nicht mehr präsent.

 

 

Erwähnt werden sollte auf alle Fälle auch das vielerorts gelobte Engagement und der Einsatz der  Sportfischer im Rahmen Ihrer Möglichkeiten am dörflichen Geschehen, wie z.B. beim Steckerfischgrillen auf dem Dorffest in Hohenbrunn oder beim Apfel- und Honigmarkt oder beim Siedlerfest im Nachbarort Siegertsbrunn. Dadurch kann der Verein seine Ausgaben teilweise  finanzieren bzw. subventionieren und seine vielseitigen Vereinsaktivitäten, zumindest anteilig,  sicherstellen. Den Abschluß des Jahres bildet traditionell unsere besinnliche Weihnachtsfeier im Kreis unserer Mitglieder, Angehörigen, Freunde und Förderer, zu der auch für die jüngsten Teilnehmer alle Jahre der Nikolaus bei uns vorbei kommt. In einer anschließenden Versteigerung von Angelgeräten, geräucherten Fischen und allerlei Sachspenden konnten wir bis heute ebenfalls einen schönen Beitrag für unsere Vereinskasse verbuchen. Nicht unerwähnt darf bei den Vereinsaktivitäten auch unsere Teilnahme mit eigenem Stand am Christkindelmarkt der Gemeinde bleiben, der für viele Besucher schon wegen unserer „Fischsuppe“ teilweise Kultstatus hat und auch ein paar Euro einbringt. 

 

 

Das der Fischerverein in der gelebten Dorfgemeinschaft im Engagement nicht ganz vorne stehen kann, liegt zum einen daran, dass wir keine große Anzahl von Mitgliedern haben bzw. die Zahl auch nicht unbegrenzt gesteigert werden kann, weil hier die Relation zur Anzahl bzw. Größe der  unterhaltenen Gewässer bzw. deren fischereilichen Möglichkeiten anzupassen ist. Zum anderen ist bei dieser Betrachtung wichtig zu wissen, dass ein Teil der Mitglieder auch in anderen örtlichen Vereinen integriert ist und durch historische Gewässerentwicklungen auch Mitglieder im Großraum Bad Aibling wohnen. Wesentlich ist aber auch, dass sich unsere Vereinsaktivitäten, fernab, in der Stille der freien Natur, man könnte auch sagen „verborgen wie ein Veilchen unter einer Hecke, abspielen.

 

 

Nachdem ein Vereinsleben ohne Nachwuchsförderung nicht denkbar wäre, betreuen wir auch interessierte Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Hier werden den Jugendlichen unter Anleitung des Jugendwarts Aufgaben, Pflichten und Ziele gegeben, welches begeistert angenommen werden. An die große Teilnahme an unserem Ferienangebot der Gemeinde Hohenbrunn sowie die Begeisterung der Jugendlichen werden wir uns noch lange erinnern. Schwerpunktmäßig beinhaltet die Jugendarbeit von allem das Erlernen des waidgerechten Fischens sowie die Heranführung an die Fischerprüfung, die spätestens mit dem 18. Geburtstag fällig wird. Wer will, kann diese natürlich schon früher nach Besuch eines Kurses mit vorgeschriebener Anzahl von Theorie - und Praxistunden ablegen. Es darf als überaus erfreuliches Ergebnis gewertet werden, dass Jugendliche, die schon als Kinder und Jugendliche Ihre Eltern bei der Ausübung der Fischerei begleitet haben, eine ausgeprägte bzw. positive Einstellung zur Natur und Umwelt entwickelt haben.

 

 

Ein gern gesehener Gast bei allen Anlässen im Vereinsleben ist der erste Bürgermeister der Gemeinde Hohenbrunn. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Hohenbrunn, Josef Schwaiger, ist bis heute Mitglied bei den Sportfischern im Verein. Aus verständlichen Gründen fehlt einem Bürgermeister i.d.R. die Zeit, das angeln selbst aktiv zu betreiben. In Erinnerung ist uns dazu bis heute aber beim Altbürgermeister,  Josef Schwaiger, der Spruch geblieben „wenn´s irgendwie geht, kim i scho“, der eigentlich alles sagt und ausdrückt. Mit der Einstellung hat er es den Mitgliedern historisch gesehen sehr leicht gemacht, als es damals um die Frage ging, seine Nähe und Engagement zum Verein mit einer Ehrenmitgliedschaft zu seinem 60. Geburtstag das passende Geschenk zu machen.

 

 

Im Jahre 2001 verstarb unser Gründungsmitglied Emil Bücherl nach langer Krankheit. Der Verein erwies ihm im Trauerzug die letzte Ehre. Im selben Jahr entschloss sich auch die gesamte Vorstandschaft, zur Wahl im kommenden Jahr nicht mehr anzutreten, um das Zepter an den “Nachwuchs”, sprich an die Mannschaft um die 30 zu übergeben. Somit wurde im Januar 2002 Albert Geser zum ersten Vorstand gewählt. Der Alterdurchschnitt im Vereinsvorstand ging innerhalb einer Stunde um ca. 15 bis 20 Jahre zurück. Allerdings sind die “Jungen” auch froh, immer wieder auf die Erfahrung und die Meinung der alten Vorstandsmannschaft zurückgreifen zu können.

 

 

Der 24-jährigen Vorstandschaft von Hans Kleinbauer folgte dann bis 2011 eine 9-jährige Amtszeit von Albert Geser, der mit seiner persönlichen Vernetzung im Ort nicht nur den Generationenwechsel im Verein einläutete, sondern auch die Entwicklung des Vereins nachhaltig durch sein persönliches Engagement und seinen gelebten Idealismus weiter geprägt hat. Berufliche Gründe waren nach 9 Jahren dann maßgeblich, dass er nach vielen erfolgreichen Vorstandsjahren das Amt an unseren aktuellen Vorstand, Thomas Modsching, übergeben hat. Albert Geser hat seinem Nachfolger ein gut bestelltes Haus, unser Vereinsheim im Muna-Gelände (ehemalige Bundeswehrhütte, welche H.Kleinbauer als Geschenk vom damaligen Munakommandanten für jahrzehntelange Muna-Deko des Faschingsballs erhalten hatte) sowie eine motivierte Mannschaft hinterlassen, so dass die Weichen für den Verein auch in Zukunft positiv gestellt sind. Das Grundstück neben dem Löschweiher im Munagelände hatte uns der ehemalige Bürgermeister Hohenbrunns, Hr. Zahnod,  zur kostenlosen Nutzung überlassen solange die Überplanung des Gewerbegebietes dies zuläßt. Bis vor ein paar Jahren hatten die Sportfischer Hohenbrunn noch alle zwei Monate eine Mitgliederversammlung im Alten Wirt in Hohenbrunn, wo sich bis heute heute auch so manches Relikte zur Fischerei im Nebenzimmer befindet, stattgefunden. Bei diesen „Trockenfischübungen“ im Nebenzimmer wurde neben laufenden oder anstehenden Vereinsaktivitäten so manches „Anglerlatein“ unter den „Perti-Jüngern“ besprochen.  Unter Regie von Albert Geser hatte der Verein dann in der Folge im Muna-Gelände einen (neuen) "eigenen" Treffpunkt für Mitgliederversammlungen am alten Löschweiher etabliert, der uns ausreichend Platz und Gelegenheit brachte,  die wichtigsten Themen und Aufgaben in Ruhe zu besprechen bzw. zu organisieren.

 

Thomas Modsching wurde im Zeitverlauf in einer Wieder/-neuwahl erneut als 1. Vorstand für weitere drei Jahre von der Jahreshauptversammlung bestätigt. Thomas Modsching hat mit großem Engagemet den Verein insgesamt 6 Jahre bis 2017 geführt.

 

In der Jahreshauptversammlung 2017 rückte dann der bisherige 2. Vorsand, Karl Schmidt-Dillitzer auf den Vorsitz im Vorstand nach, weil Thomas für das Mandat nach 2 Amtsperioden nicht mehr zur Verfügung stand. Karl Schmidt-Dillitzer war die letzten 15 Jahre bereits 2. Vorstand im Verein, so dass es keiner weiteren Ausführungen zu seiner Person bedarf. Als 2. Vorstand wurde mit der Neuwahl des Vorstandes im Jahr 2017 Martin Hanner gewählt, der die letzten 6 Jahre ebenfalls bereits das Amt des Schriftführers im Verein inne hatte bzw. damit auch Mitglied im erweiterten Vorstand war und damit bestens über die Inhalte und Themen im Verein informiert und vernetzt ist.

 

In September 2017 hat sich für den Vorstand der Hohenbrunn Sportfischer dann die einmalige Gelegenheit ergeben, über eine alte Verbindung zum Verein ein Teilstück an der Sempt in Forstinning (Fließgewässer) anzupachten, dem die Mitglieder in einem Infoaustausch mehrheitlich zugestimmt haben. Ein Highlight an der Sempt ist auf alle Fälle unsere neue Hütte, die bereits auf dem gepachteten Gelände zur Verfügung stand. Da nach unseren Aufzeichnungen der Steffenweiher in der Vergangenheit sehr gering frequentiert war haben wir uns aus Kostengründen intern im Gegenzug entschlossen, den Pachtvertrag  dort   parallel aufzugeben. In der Folgr war dann dort  ein großer RAMADAMA Termin vor dem  Pachtende notwendig, da sich über knapp 17 Jahre Pachtzeit so einiges angesammelt hatte, was verlagert oder ggf. auch entsorgt werden musste.

 

Wenn wir nun mit berechtigtem Stolz auf 54 Jahre Vereinsgeschichte und das Erreichte zurück blicken, gilt es vor allem denjenigen zu danken, die den Verein gegründet und in unterschiedlicher Besetzung bis heute geführt haben. Enenso danken wir aber auch alle denjenigen,  die sich mit unterschiedlichsten Leistungen in den Verein altiv und passiv eingebracht haben und auch einen Anteil am Erfolg des Vereins hatten. Ohne dieses persönliche Engagement bzw. diesen Idealismus wäre dieses Vereinsjubiläum sicherlich nicht möglich. Eine Herausforderung für die nächsten Jahre wird für den Verein u.a. die Altersstruktur im Verein sein, aber auch die allgemeine Tatsache, dass durch das vielfältige Angebot auf privater Seite ausserhalb unseres Vereins eine rückläufige Identifikation wahrgenommen wird.

 

Den aktuellen und künftigen Vorstandsmitgliedern sowie den übrigen Amtsträgern wünschen wir bei allen Entscheidungen in der Führung des Vereins weiterhin ein glückliches Händchen.

 

Am persönlichen Engangement der Mandatsträger wird es sicher „nie“ mangeln, was uns immer wieder bei unterschiedlichen Herausforderungen und Gelegenheiten bewiesen wird.

 

Die Hohenbrunner Fischer